Translate

miércoles, 7 de enero de 2026

 

Stalking-Terror nach Trennung: „Ich habe nur noch geweint und mich hilflos gefühlt“

Was als Tinder-Bekanntschaft begann, wird für eine 44-Jährige zum Albtraum. Nach der Trennung akzeptiert ihr Ex-Partner kein Nein und beginnt, sie zu belästigen.

Im Jahr 2024 wurden in Deutschland knapp 25.000 Stalking-Fälle polizeilich registriert.
Im Jahr 2024 wurden in Deutschland knapp 25.000 Stalking-Fälle polizeilich registriert.Jörgen Hildebrandt/imago

Dies ist ein Open-Source-Beitrag. Der Berliner Verlag gibt allen Interessierten die Möglichkeit, Texte mit inhaltlicher Relevanz und professionellen Qualitätsstandards anzubieten.

- Anzeige -

„Anfang 2025 hatte ich eine Beziehung zu einem Mann, den ich über Tinder kennenlernte. Sehr gebildet und in der Öffentlichkeitsarbeit tätig“, erzählt Beate Hegemann aus Dortmund. (Der Kontakt zu Betroffenen wurde über eine Selbsthilfegruppe hergestellt, Name und Herkunft wurden auf Wunsch geändert, d. R.) Die 44-Jährige, die eine führende Position in einer sozialen Einrichtung bekleidet, zog allerdings bereits nach wenigen Wochen die Reißleine, da sie vermehrt narzisstische und anderweitig auffällige Verhaltensweisen vernahm.

„Er stellte mich bereits nach dem zweiten Treffen vor die Wahl zwischen ihm und meinen langjährigen Freunden. Es folgten völlig empathielose Reaktionen auf mein Haustier oder abwertende Bemerkungen über meine Figur. Zudem betrieb er schlimmstes Gaslighting, indem er ständig an meiner Wahrnehmung zweifelte und so tat, als würde ich mir sein Fehlverhalten bloß einbilden“, erzählt Hegemann. Als sie dem neuen Partner die Trennung erklärte, wurde schnell deutlich, dass er keinen Schlussstrich akzeptieren würde. Für Hegemann begann ab diesem Zeitpunkt eine psychische Zerreißprobe: Denn ihr Ex-Partner begann, sie zu stalken.

- Anzeige -

Ein Martyrium, mit dem die Dortmunderin jedoch nicht alleine ist. Im Jahr 2024 wurden in Deutschland rund 24.700 Stalking-Fälle polizeilich registriert. Von einer höheren Dunkelziffer ist laut Experten definitiv auszugehen, da viele Opfer den Weg zur Polizei aus Scham oder Angst meiden. Studien zu Stalking in Deutschland ergaben, dass rund zehn Prozent der Bevölkerung in ihrem Leben einmal Opfer von Stalking werden. Mit über 80 Prozent sind überwiegend Frauen betroffen. Auffällig ist dabei: Fast alle von ihnen werden von Männern gestalkt.

Geschenke mit Briefen an der Türklinke

Immer wieder kam es vor, dass Geschenke mit Briefen an der Türklinke von Beate Hegemann hingen. „Es schrieb darin, dass er sich häufig in der Nähe meiner Wohnung aufhalte, da es ihm dann besser ginge.“ Einmal sah sie ihn sogar vom Fenster aus an der Straße spazieren. Nur wenige Tage später entdeckte sie, dass ihr Auto zerkratzt und ihr Moped beschädigt worden war. Zu einer weiteren Ausartung sollte es folglich Anfang Sommer kommen. „Er schrieb mehrere Briefe an meine Vorgesetzten, in denen er sich abwechselnd auch als jemand anderes ausgab. In den Briefen stand zum Beispiel, dass er meine Entlassung empfehle, da ich in der sozialen Einrichtung Drogen- und Sexpartys akzeptiere“, so Hegemann.

Obwohl sie den Stalker ignorierte, schien dieser nicht nachzulassen, sondern vielmehr zu immer heftigeren Mitteln zu greifen. „Es gipfelte dann in E-Mails, die er an meine Firmenadresse schickte und dabei bewusst auch wahllos andere Personen der Firma in CC nahm. Darin schwärmte er von sexuellen Erlebnissen mit mir“, erzählt das Opfer. Beate Hegemanns seelisches Gerüst brach daraufhin zusammen: „Ich habe nur noch geweint und mich hilflos gefühlt. Machtlos gegenüber so viel Boshaftigkeit, Gemeinheit und Krankheit im Kopf eines Menschen.“

Es geht um Macht und Kontrolle

Psychologe Florian Wedell ist Teil von Weisser Ring e. V., Deutschlands größter Hilfsorganisation für Opfer von Kriminalität, Gewalt und eben auch Stalking. Warum Menschen andere Menschen stalken, weiß der Experte sehr genau: „Es geht dabei häufig um Macht und das Erleben von Kontrolle. Auch Rachegefühle können ein Anlass sein.“ Da Stalking ein Phänomen des sozialen Nahbereichs ist, geht der Experte davon aus, dass besonders oft verletzte Gefühle oder Zurückweisungen eine Rolle spielen – wie im Fall von Beate Hegemann.

„In manchen Fällen beginnen Menschen zu stalken, weil sie glauben, dass der oder die Betroffene in besonderer Weise mit ihnen verbunden sei oder die Betroffene habe ein Schicksal, an das sie gebunden sei. Aus Statistiken und Studien wissen wir, dass das männliche Geschlecht auf der Täterseite überrepräsentiert ist“, so der Psychologe.

Dem Stalking ausgesetzt zu sein, bedeutet für die Betroffenen häufig, dass sie sich nicht mehr trauen, ihr Leben selbstbestimmt zu führen. „Das kann zu massiven Ängsten führen, die sich im schlimmsten Fall zu behandlungsbedürftigen psychischen Störungen entwickeln“, sagt Wedell.

Die Betroffenen berichten dem Experten häufig von einem Gefühl des Ausgeliefertseins, was dazu führt, dass alltägliche Dinge wie etwa der Gang zum Bäcker oder das Öffnen des eigenen Mail-Postfachs zu Herausforderungen werden. „In besonders schlimmen Fällen suchen Stalker ihre Opfer sogar in der Reha oder im Krankenhaus auf, also genau dann, wenn die Betroffenen sich gerade von einer Erkrankung oder vielleicht sogar den psychischen Belastungen aufgrund des Stalkings erholen möchten“, erklärt der Psychologe. Dies führt in Summe zu einer latenten Bedrohung, die das gesamte Leben der Betroffenen umfasst und ihnen die Selbstbestimmtheit nimmt.

Ein Stalker vor Gericht
Ein Stalker vor GerichtOlaf Wagner/Pressefoto Wagner
- Anzeige -

Gesetzliche Missstände

Hegemann hat von Anfang an polizeiliche Anzeigen erstattet. „Ich suchte schon früh nach Hilfe und hatte zwei Zoom-Calls mit einer Beratungsstelle. Dort erfuhr ich gleich, dass es wichtig ist, alles schriftlich zu dokumentieren.“ Die Ermittlungen wurden aber aufgrund fehlender Beweismittel eingestellt. „Das Rechtssystem mag einer verstehen oder nicht, aber in meinem Falle finde ich nicht, dass es gewirkt oder geholfen hat“, sagt Hegemann.

Dass die rechtliche und gesetzliche Lage Missstände aufweist, sieht auch Rechtsanwalt Christian Solmecke. „Strafverfahren werden oft mangels Beweisen eingestellt, weil Stalking schwer nachweisbar ist. Viele Opfer erhalten nicht schnell genug Schutz oder müssen lange auf gerichtliche Entscheidungen warten. Auch das Strafmaß für Täter wird teils als zu milde empfunden“, sagt Solmecke. Politisch fehle es zudem häufig an flächendeckender Opferberatung und technischer Ausstattung der Behörden, um digitales Stalking effektiv zu verfolgen. „Ein weiterer Missstand liegt darin, dass viele Betroffene aus Angst oder Scham keine Anzeige erstatten – hier braucht es mehr Aufklärung, Unterstützung und Sensibilität“, sagt der Rechtsanwalt. Aber was können Betroffene von Stalking überhaupt tun?

- Anzeige -

„Betroffene können bei der Polizei Strafanzeige erstatten. Daneben besteht die Möglichkeit, beim Familiengericht eine zivilrechtliche Schutzanordnung nach dem Gewaltschutzgesetz (§ 1 GewSchG) zu beantragen – zum Beispiel ein Kontaktverbot oder ein Näherungsverbot“, erklärt der Experte. Bei akuter Gefahr könne auch ein Eilantrag gestellt werden, der meist kurzfristig entschieden werde. Auch eine Wohnungsverweisung oder eine vorübergehende Schutzunterbringung kann erfolgen, was besonders sinnvoll ist, wenn der Täter etwa ein Ex-Partner ist. „Wichtig ist, alle Vorfälle gründlich zu dokumentieren (zum Beispiel durch ein Stalking-Tagebuch), um später glaubhaft Beweise vorlegen zu können“, rät Solmecke. Ob dies den Betroffenen wirklich hilft, bleibt allerdings fraglich.

Vergeltungsaktionen sind keine Notwehr

Vor allem in jenen Fällen, in denen Betroffenen nicht ausreichend geholfen wird, wachsen Bedürfnisse der Selbstjustiz als Befreiungsakt. So auch bei Hegemann. „Ich muss ehrlich zugeben, dass Gewaltfantasien zugenommen haben. Man tut es zwar nicht, aber irgendwo möchte man demjenigen einfach irgendwann auch etwas Schlimmes antun, der einen selbst so leiden lässt.“ Vernunft und Selbstbeherrschung halten die Dortmunderin davon ab. Eine weise Entscheidung, wenn es nach dem Rechtsexperten Solmecke geht: „Selbstjustiz – also das eigenmächtige Bestrafen oder Bedrohen des Täters – ist in Deutschland nicht erlaubt und selbst strafbar.“

Opfer dürfen sich jedoch im Rahmen des Notwehrrechts (§ 32 StGB) wehren, wenn ein rechtswidriger Angriff gerade passiert – nicht aber, wenn er bereits beendet ist. „Die Verteidigung muss dabei zwar verhältnismäßig und notwendig sein. Im Zweifel kann man aber – je nach Situation – auch Gewalt einsetzen, um einen physisch aufdringlichen Täter abzuweisen“, sagt Solmecke. Vergeltungsaktionen oder präventives Handeln (etwa den Täter selbst bedrohen) sind allerdings keine Notwehr. „Stattdessen sollte man auf rechtliche Schutzmechanismen setzen – auch wenn diese leider manchmal unzureichend greifen“, so der Experte.

Es besteht Handlungsbedarf

Erst kürzlich habe Beate Hegemann ihren Stalker wieder mit dem Fahrrad am Fenster vorbeifahren sehen, weshalb sie nun über einen Wohnungswechsel nachdenkt. Auf das vergangene Jahr blickt sie trübselig zurück. „Ich würde mir wünschen, dass Stalking als Strafbestand etwas einfacher zu handhaben wäre. Wenn sogar bei der Polizei die Schultern nach oben wandern und dir gesagt wird, dass die Beweislage nicht ausreichend ist, dann zermürbt das auf Dauer jeden“, so die 44-Jährige.

Auch Florian Wedell ist der Meinung, dass der Handlungsbedarf zum Wohle der Betroffenen von Stalking enorm groß ist. „Es müssen nachhaltige Konzepte zum Schutz der Betroffenen geschaffen werden. Das ist deswegen so wichtig, weil Stalking in manchen Fällen bedauerlicherweise nur einen oder den ersten Schritt zu schwereren Gewaltstraftaten darstellt“, so der Psychologe.

Gerade in Fällen, die im Femizid münden, könnte man laut dem Experten in der Fallentwicklung häufig ein Stalkingverhalten bei den Tätern beobachten. „Gleichzeitig haben wir gerade in solchen Fällen in der Vergangenheit aber oft nur eine halbherzige Um- und Durchsetzung von polizeilichen oder gerichtlichen Annäherungsverboten gesehen“, sagt Wedell.

Markus Keimel ist freier Journalist, Künstler und Autor aus Österreich.

Das ist ein Beitrag, der im Rahmen unserer Open-Source-Initiative eingereicht wurde. Mit Open Source gibt der Berliner Verlag freien Autorinnen und Autoren sowie jedem Interessierten die Möglichkeit, Texte mit inhaltlicher Relevanz und professionellen Qualitätsstandards anzubieten. Ausgewählte Beiträge werden veröffentlicht und honoriert.

lunes, 5 de enero de 2026

La vida después de la batalla: soldados rusos reparten comida puerta a p...

DER SPIEGEL IMITANDO A HITLER DESDE SU BUNKER TRUMP HA ESSTABLECIDO EN SU RANCHO DE PALM BEACH UNA GUARIDA DEL LOBO (WOLF SCHANZE) RUBIO ES SU GOEBBELS PERO FALTA MELANIA EVA BRAUN

 “Sala de Situaciones” en Palm Beach

Mensajes desde la cueva de Trump

Un análisis de imágenes de Ulrike Knöfel
El presidente estadounidense instaló un centro de crisis en su club de golf, donde se transmitió en vivo la operación militar en Venezuela. ¿Fue prudente publicar imágenes desde este lugar?
El secretario de Defensa de EE. UU., Hegseth, el director de la CIA, Ratcliffe, y el presidente Trump en el almacén improvisado de Mar-a-Lago: El Rey Sol desde Palm Beach

El secretario de Defensa de EE. UU., Hegseth, el director de la CIA, Ratcliffe, y el presidente Trump en el almacén improvisado de Mar-a-Lago: El Rey Sol desde Palm Beach

 Foto: Polaris / ddp images

domingo, 4 de enero de 2026

  EL DÍA  DE SAN ODILÓN 3 DE ENERO. FUE UNA FECHA TRÁGICA

 

En la noche de la fiesta de san Odilón Abad los helicópteros movieron sus hélices sobre Caracas y la capital del país hermano fue bombardeada por los sicarios de Donald Trump el nuevo Herodes, el gran verdugo apocalíptico, asaltaron la vivienda de Nicolás Maduro Moro y, habido y maniatado por los sicarios, esposado y con pihuelas en los pies  lo trasladaron a un portaviones y desde allí fue llevado preso a NY. 

El derecho internacional fue pisoteado pero el cara de cerdo ojiporcuno se jactaba de haber invadido Venezuela. Aquí mando yo. Todo vuestro petróleo es nuestro. A tomar por culo. 

San Odilón el monje benedictino que desde los cielos veía el asalto debió de estar que trina y dejó caer desde lo alto del cielo una maldición contra el verdugo de los derechos humanos que no acabará su mandato y dentro de un mes lo cantarán el gorigori. 

Morirá de un ictus o de un ataque al corazón. Fue precisamente este monje benedictino el que instituyó la fiesta de los fieles difuntos el 2 de noviembre y desde entonteces suenan los himnos mortuorios en los cementerios, se esparcen sobre el cielo las notas del Dies Irae y del Requiem aeternam.

─Padre ¿Cuánto vale una tremenda? ─ le gritó a don Florindo que fue profesor mío en el seminario un gitano cuando estaba enterrando a su padre.

─Lo que tú quieras, hijo

El hijo del difunto de la raza calé sonriéndose generoso le dio mil duros al preste. Pero en los funerales de Trump no habrá tales antiguallas. Le cantarán un kadish los rabinos. 

El cuerpo de los déspotas es también para la tierra porque no hay gobierno que permanezca muchos lustros ni mal que cien años dure. Amen. Dios nos coja confesados. A tuerto o derecho nuestra casa hasta el techo

domingo, 04 de enero de 2026

sábado, 3 de enero de 2026

 

TRUMP SUFRE UN ATENTADO (ultima hora)

 

El presidene Trump ha sufrido lo que parece ser un atentado en su rancho de Florida aunque hay fuentes que especifican que no ha sido un atentado sino un ataque al corazón que acabó con su vida, según informan medios allegados al Pentágono

jueves, 1 de enero de 2026

 

VERSOS PARA EL NUEVO AÑO

 

Campanas de navidad no se escucharon aquende

Allende repican recio

Voleando los años

Entre el turrón, los alcanfores

Y las lágrimas que se fueron

No hubo voladores en el jardín central

Traspatio de mis sueños

Alvaro y Cris, Almu, Sofia, Carla, Mariajo

Junto al belén

Cantamos villancicos

Bebiendo el dulce vino de la ternura

En el recuerdo de os que se fueron

En el guarmiel y la bursaca

Guardo los sueños infantiles

Resuenan músicas y cantos

Que se extinguieron

 Fluye el agua

Por las alcantarillas del mundo

Rebosan los imbornales

Mojando mis cartapacios

Llevándose el balasto y la arena

La obra muerta de mis versos

El fuego errante se pasea

Por aquel cementerio

En la colina

Me siento denso, vilordo, tardo

No alcanzo al aguamanil

Pero bebo en el jarro de mis deseos

Feliz a todos

Por el año nuevo

 

jueves, 1 de enero de 2026